Name der Bildungseinrichtung:
Bereich/Abteilung:
Erstellende Person:
Datum der Erstellung:
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unvollständige, kleinteilige Tätigkeiten, z. B.
- nur vorbereitende,
- nur ausführende,
- nur kontrollierende Handlungen
Branchenspezifische Konkretisierung
- nur Durchführung von Teilaufgaben (nur Unterrichten ohne die Inhalte selbst vorzubereiten oder anzupassen; keine Möglichkeit der Kontrolle der Arbeit z. B. ob Teilnehmer in Arbeit gefunden haben)
- keine Beteiligung an der Planung der Bildungsmaßnahme
- keine Beteiligung an der Erfolgskontrolle der Bildungsmaßnahmen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Aufgaben so gestalten, dass sie mehrere Aspekte einer Aufgabe beinhalten, z. B. vorbereiten und ausführen einer Bildungsmaßnahme oder durchführende und kontrollierende Tätigkeiten
- Beschäftigte in Entscheidungen einbeziehen (z. B. Maßnahmeneinteilung, Arbeitsplatzgestaltung)
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unzureichender Einfluss auf
- Reihenfolge der Tätigkeiten
- Arbeitsinhalte
- Arbeitsabläufe
- Arbeitsmenge
- Arbeitstempo
- Arbeitsmittel
- Arbeitsziele
- hohe Taktbindung
Branchenspezifische Konkretisierung
- Zu geringer Handlungsspielraum:
- keine Wahl in Bezug auf die auszuführenden Aufgaben (Bildungsmaßnahmen werden zugeordnet), persönliche Wünsche werden nicht berücksichtigt
- kein Einfluss auf Verteilung von Vertretungsstunden
- schwankender und schwer vorhersehbarer Auftragseingang (dadurch befristete Arbeitsverträge)
- kein Einfluss auf Gruppengröße / Anzahl und Art der Teilnehmenden in den Bildungsmaßnahmen (Zuordnung von Teilnehmenden zu den Bildungsmaßnahmen, zum Beispiel durch Auftraggeber)
- große Leistungsunterschiede in den Gruppen
- keine Beteiligung an der Stundenplan- oder Raumbelegungsplanung
- zu umfangreiche Inhalte (Lehrplan) der Bildungsmaßnahme für die vorgegebene Zeit
- unrealistische oder nicht zu den ausgewählten Teilnehmenden passende Lehrplanziele
- hoher Dokumentationsaufwand
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Beschäftigte in Entscheidungen einbeziehen (z. B. Maßnahmeneinteilung, Arbeitsplatzgestaltung)
- angemessenen Grad an Handlungs- und Entscheidungsspielraum hinsichtlich Tempo, Vorgehensweise und Vorrang von Aufgaben ermöglichen z. B. Planung des Lehrplans, der Materialien, der Methodik etc.
- Beteiligung der jeweiligen Beschäftigten bei Absprachen und Abstimmung zwischen Bildungseinrichtung und Auftraggebenden bezüglich zu klärender Punkte etablieren (z. B. Auswahl und Zuordnung von Teilnehmenden, Inhalt und Umfang von geforderten Dokumentationen, Organisation der einzelnen Bildungsmaßnahmen)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Beschäftigte in Gesprächen auf vorhandenen Handlungsspielraum hinweisen, falls dieser nicht bekannt ist
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- abwechslungsarme Tätigkeiten (z. B. wenige bzw. ähnliche Inhalte)
- einseitige Anforderungen (häufige Wiederholung gleichartiger Handlungen) oder
- mehrere gleichzeitige Tätigkeiten (Multitasking)
Branchenspezifische Konkretisierung
- gleichzeitige Betreuung vieler und unterschiedlicher Maßnahmen, dadurch Einarbeitung in viele unterschiedliche Themen notwendig
- Durchführung immer nur derselben Maßnahmen
- unterschiedliche Aufgabeninhalte: Wissensvermittlung, sozialpädagogische Aufgaben
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Beschäftigte in Entscheidungen einbeziehen (z. B. Maßnahmeneinteilung (Art und Anzahl), Arbeitsplatzgestaltung)
- Schwerpunkte für Lehrkräfte definieren und die Personen vermehrt dort einsetzen
- Aufgabenteilung zwischen Lehrkräften organisieren
- bei Zuteilung der Maßnahmen bestehende Fertigkeiten und Begabungen beachten
- geistig fordernden Aufgaben und Routineaufgaben mischen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Qualifizierungsmaßnahmen durchführen bei abwechslungsarmen Tätigkeiten, um Tätigkeitsbereich anschließend vergrößern zu können
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Informationen
- fehlen
- sind unzureichend bzw. lückenhaft
- sind ungünstig dargeboten (z. B. sprachlich)
Branchenspezifische Konkretisierung
- keine oder zu kurzfristige Informationen zum Beginn neuer Maßnahmen
- kurzfristige oder unzureichende Informationen zum Einsatz- und Vertretungsplan
- kein Wissensmanagementsystem (Inhalte von Maßnahmen werden nicht für alle zugänglich gespeichert – Austausch von Lehrmaterialien dadurch nicht möglich)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Dauer und Anzahl von Teambesprechungen kritisch prüfen und ggf. anpassen mit dem Ziel, die für die Erledigung notwendigen Informationen rechtzeitig, verständlich, der Situation angemessen und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen
- Maßnahmen möglichst langfristig planen und frühzeitig kommunizieren
- technische oder personelle Handlungserfordernisse vorankündigen (z. B. Dokumentationserfordernisse, Softwareanpassungen)
- standortübergreifenden Austausch z. B. über Intranet ermöglichen
- über bestehende und zu planende Maßnahmen regelmäßig informieren (z. B. hinsichtlich Zeiten, Konzepte, Anforderungen, Ansprechpartner)
- Wissensmanagement etablieren, um bei Austritt von Personen den nachfolgenden Mitarbeitenden den Einstieg zu erleichtern
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Informationen
- zu umfangreich
Branchenspezifische Konkretisierung
- ungefilterte Weiterleitung von E-Mails auch mit unnötigen Informationen, ohne deren Relevanz darzustellen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Dauer und Anzahl von Teambesprechungen kritisch prüfen und ggf. anpassen mit dem Ziel, die für die Erledigung notwendigen Informationen rechtzeitig, verständlich, der Situation angemessen und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen
- Kommunikationskultur kritisch prüfen (Klären, wer muss welche Informationen erhalten)
- Regeln und Richtlinien entwickeln
- betriebliche oder abteilungsbezogene Kommunikations- und Informationsaustauschprozesse mit Qualitätskriterien für Daten- bzw. Informationsflüsse, Erreichbarkeitsfestlegungen und Verantwortlichkeiten festlegen
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unklare Kompetenzen (i. S. von Berechtigungen, Befugnissen), Verantwortungsbereiche und Rollen
- fehlende oder zu eng begrenzte Zuständigkeiten/Befugnisse
- widersprüchliche Arbeitsanforderungen
Branchenspezifische Konkretisierung
- ungeklärte Arbeitsaufgaben / Bereiche z. B. zwischen Lehrkräften und sozialpädagogischen/psychologischem Personal
- unklare Delegations- und Zuständigkeitsstrukturen (wer trifft welche Entscheidung) für bestimmte Aufgabenbereiche z. B. Vertretung von Stunden
- Wissensvermittlung an Teilnehmende vs. fehlende Sprachkenntnisse / unzureichende Bildungsvoraussetzung
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- für die Beschäftigten eindeutige Aufgaben, Kompetenzen (i. S. von Berechtigungen, Befugnissen) und Zuständigkeiten definieren
- Transparenz über Verantwortungsbereiche schaffen
- Qualifikation für die Verantwortungsbereiche abgleichen und ggf. anpassen
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Tätigkeiten entsprechen nicht der Qualifikation der Beschäftigten
- unzureichende Einweisung/Einarbeitung in Tätigkeiten
Branchenspezifische Konkretisierung
- Zuordnung von Maßnahmen ohne Berücksichtigung der Qualifikationen der Lehrkräfte
- fehlende, unstrukturierte oder unzureichende Fortbildungsmaßnahmen in Abhängigkeit derzeitiger und zukünftiger Bildungsmaßnahmen (z. B. Umgang mit psychisch beeinträchtigten Teilnehmenden, Stärkung interkultureller Kompetenzen)
- ungenügende Einarbeitung in neue Bildungsmaßnahmen aufgrund fehlender Planungszeiträume
- nicht passgenaue Qualifikation der Lehrkräfte/Dozierenden
- fehlende oder unzureichende Qualifikation für Erziehungsaufgaben oder zur Entwicklung didaktischer Kompetenzen
- fehlende/unzureichende Einarbeitung in neue Software
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Eignung bei Personalauswahl berücksichtigen (Anforderungsprofil), wenn Qualifikationen fehlen, diese gleich zu Beginn aufbauen
- Hospitationen ermöglichen
- kollegiale Beratung etablieren
- Mentoren, Tandems, Patensystem einführen
- systematische Personalentwicklung etablieren
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Schulungsmaßnahmen etablieren
- Kompetenzerweiterung (persönlich, sozial, fachlich)
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Tätigkeiten entsprechen nicht der Qualifikation der Beschäftigten
Branchenspezifische Konkretisierung
- Zuordnung von Maßnahmen ohne Berücksichtigung der Qualifikationen der Lehrkräfte
- nicht passgenaue Qualifikation der Lehrkräfte/Dozierenden
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Eignung bei Personalauswahl berücksichtigen (Anforderungsprofil), wenn Qualifikationen fehlen, diese gleich zu Beginn aufbauen, z. B. durch strukturiertes Einarbeitungsprogramm
- Bildungsmaßnahmen entsprechend der Voraussetzungen zuordnen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Schulungsmaßnahmen etablieren
- Kompetenzerweiterung (persönlich, sozial, fachlich)
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Umgang mit emotional stark berührenden Ereignissen und Situationen (z. B. schwere Krankheit, Sterbeprozesse, soziale Probleme)
- ständiges Eingehen auf die Bedürfnisse anderer Menschen (z. B. von Kunden/innen, Patienten/innen, Schülern/innen, Lieferanten/innen)
- häufige/schwere Diskussionen, Streitigkeiten, Konflikte mit anderen Personen (z. B. mit Kunden/innen, Patienten/innen, Schülern/innen, Lieferanten/innen)
- Gewalt, Aggressionen, Bedrohungen und Übergriffe durch andere Personen (z. B. durch Kunden/innen, Patienten/innen, Schülern/innen, Lieferanten/innen)
- traumatische Ereignisse bei der Arbeit (z. B. Unfälle, Gewalt)
Branchenspezifische Konkretisierung
- häufig wechselnde Teilnehmende
- Teilnehmende mit vielfältigen Vermittlungshemmnissen
- gering ausgeprägte Lernbereitschaft, Konzentrationsvermögen und/oder Disziplin der Teilnehmenden
- Aggressivität und Verhaltensauffälligkeiten der Teilnehmenden, Motivationsprobleme und Widerstände der Teilnehmenden
- Gewaltbereitschaft von Teilnehmenden
- ständiges Eingehen auf die Belange der Teilnehmenden
- Umgang mit persönlichen Schicksalen und privaten Situationen der Teilnehmenden
- Umgang mit Teilnehmenden aus verschiedenen Kulturräumen
- große Altersspanne der Teilnehmenden
- Betreuung/Begleitung/Unterrichtung von Minderjährigen (bedingt eine gute Kooperation mit den Erziehungsberechtigten)
- ständige Aufmerksamkeit/Konzentration auf sehr unterschiedliche Persönlichkeiten von Teilnehmenden
- Einzelarbeit / zeitlich unmögliche Unterstützung durch Kollegen und Kolleginnen, Tandem-Arbeit nicht möglich
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Konzept zur Gewaltprävention (inkl. Notfallmanagement und Nachsorgekonzept) in der Bildungseinrichtung erstellen,
- klare Regelungen für kritische Situationen finden, um Handlungssicherheit zu erhöhen
- Team- bzw. Fallsupervision etablieren
- kollegiale Beratung und Austausch im Kollegium ermöglichen
- zu zweit in Maßnahmen arbeiten
- Passung der Teilnehmenden mit Auftraggebenden klären
- weiterführende Angebote für die Teilnehmenden nach der jeweiligen Maßnahme abstimmen
- Ansprechpersonen für Lehrkräfte zur Verfügung stellen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- regelmäßige Schulungen, Informations- und Aufklärungsmaßnahmen etablieren
- Deeskalationstrainings, Umgang mit kritischen Situationen erlernen
- systematisches Problemlösen
- emotionale Stabilisierung
- Kommunikationstrainings
- Trainings (Rollenspiele) im Umgang mit schwierigen Teilnehmenden
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- permanentes Zeigen geforderter Emotionen unabhängig von eigenen Empfindungen (z. B. ständiges Lächeln)
Branchenspezifische Konkretisierung
- ständiges rollenkonformes Verhalten der Lehrkräfte (z. B. Zurückhalten eigener Emotionen, Ruhe bewahren, freundliches und ausgeglichenes Auftreten, ständige Zugewandtheit)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Mischtätigkeiten ermöglichen (Tätigkeiten mit Emotionsarbeit sollte 70% der Arbeitszeit nicht übersteigen)
- kollegiale Beratung und Austausch im Kollegium ermöglichen
- Pausenräume bzw. Rückzugsmöglichkeiten schaffen, um nach emotional erregenden Situationen Rückzugsort zu haben
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Arbeit an Sonn- und Feiertagen
- Nachtarbeit
- ungünstig gestaltete Schichtarbeit und Dienstpläne (z. B. geteilte Schichten)
- mangelnde Vorhersehbarkeit und Planbarkeit von Arbeitszeit (z. B. kurzfristig erforderliche Überstunden durch Vertretung, Termindruck)
- unzureichende Einflussmöglichkeit auf Dauer, Lage oder Flexibilität der Arbeitszeit (z. B. Arbeit auf Abruf)
Branchenspezifische Konkretisierung
- kurzfristige Vertretung von Kolleginnen und Kollegen (viele Vertretungs- oder Springerstunden, ungerechte Verteilung von Vertretungsstunden)
- Aufsuchen entfernt liegender Lehrorte während des Arbeitstages, diese Fahrzeiten fehlen für vor- und nachbereitende sowie lehrende Tätigkeiten
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Arbeitszeitüberschreitungen auf gesetzliche Vorgaben hin prüfen und ggf. bei Überschreitung eingrenzen
- Planbarkeit und Vorhersehbarkeit von Arbeitszeiten, Pausen-, Ruhe- und Erholungszeiten für die Beschäftigten schaffen
- Beschäftigte in Entscheidungen einbeziehen (z. B. Vertretungsplangestaltung)
- Zeiträume für Ausgleichszeiten vorsehen
- zeitnahen Abbau von Überstunden ermöglichen
- genügend Zeitpuffer bei Vorgabezeiten festgelegen
- Zeiten für unvorhergesehene Ereignissen und Verzögerungen einplanen
- Bedürfnisse der Beschäftigten, auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie beachten
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Mehrarbeit dokumentieren
- Pausenzeiten nutzen
- eigenen Arbeitsmenge im Verhältnis zur Arbeitszeit prüfen, Ungleichgewichte ansprechen
- eigene Arbeit in Teambesprechungen sichtbar machen ggf. nach Unterstützung fragen
- Erreichbarkeitszeiten im Team kommunizieren
- Überstunden zeitnah abbauen - Erholungszeiträume nutzen
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- über 8 Stunden täglich, insbesondere bei
- Exposition mit Gefährdungen, für die Grenzwerte definiert wurden (z. B. Lärm, Gefahrstoffe)
- langandauernd hohen Anforderungen an die Konzentration (z. B. bei der Überwachung von Maschinen)
- hoher Taktbindung
- erhöhter physischer Belastung (z. B. durch Lastenhandhabung, Zwangshaltung, Hitze/Kälte)
- hoher Interaktionsdichte (z. B. mit Kunden/innen, Patienten/innen, Klienten/innen, Schülern/innen, Lieferanten/innen)
- über 10 Stunden täglich
- über 40 Stunden bei 5 Arbeitstagen pro Woche bzw. über 48 Stunden bei 6 Arbeitstagen pro Woche
- unzureichendes Pausenregime (bezogen auf die Lage der Pausen, deren Verkürzung oder Ausfall)
- Verkürzung der Ruhezeit (unter 11 Stunden)
- erweiterte berufsbezogene Erreichbarkeit (z. B. Rufbereitschaft, mobile Arbeit/Homeoffice)
Branchenspezifische Konkretisierung
- Durchführung vor- und nachbereitender Aufgaben außerhalb der regulären Arbeitszeit, da diese Aufgaben in der Planung nicht berücksichtigt sind, Unterrichtszeiten überdurchschnittlich lang sind oder geeignete Büroräume fehlen
- keine Möglichkeit zur Erholung in den Pausen zwischen den Unterrichts- bzw. Lehreinheiten (z. B. aufgrund Einteilung zur Pausenaufsicht, Ansprechbarkeit für Teilnehmende und Kollegium für Fragen)
- Unregelmäßige Pausenzeiten
- Nutzung von Pausen zur Vor- und Nacharbeit des Unterrichts (fehlende Zeit für diese Tätigkeiten)
- unregelmäßige, häufig wechselnde Arbeitszeiten
- Überstunden durch Vertretungen von Kolleginnen und Kollegen
- ständige Erreichbarkeit
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Arbeitszeitüberschreitungen auf gesetzliche Vorgaben hin prüfen und ggf. bei Überschreitung eingrenzen
- Arbeitszeiten dokumentieren
- Planbarkeit und Vorhersehbarkeit von Arbeitszeiten, Pausen-, Ruhe- und Erholungszeiten für die Beschäftigten schaffen
- Gleitzeit einführen
- Vorbereitungszeiten realistisch abschätzen
- flexiblere Zeiteinteilung ermöglichen
- Zeit für ausreichend Pause zwischen den Maßnahmen einräumen
- Beschäftigte in Entscheidungen einbeziehen (z. B. Vertretungsplangestaltung)
- Zeiträume für Ausgleichszeiten vorsehen
- zeitnahen Abbau von Überstunden ermöglichen
- genügend Zeitpuffer bei Vorgabezeiten festgelegen
- Zeiten für unvorhergesehene Ereignissen und Verzögerungen einplanen
- über Erreichbarkeit außerhalb regulärer Arbeitszeiten sprechen und Regelungen gemeinsam treffen
- Bedürfnisse der Beschäftigten, auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie beachten
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Mehrarbeit dokumentieren
- Pausenzeiten nutzen
- eigene Arbeitsmenge im Verhältnis zur Arbeitszeit prüfen, Ungleichgewichte ansprechen
- eigene Arbeit im Teambesprechungen sichtbar machen ggf. nach Unterstützung fragen
- Erreichbarkeitszeiten im Team kommunizieren
- Überstunden zeitnah abbauen
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Ungleichgewichte von Arbeitsmenge, Aufgabenvielfalt und -komplexität und verfügbarer Zeit (zu hohe Arbeitsintensität, Zeitdruck)
Branchenspezifische Konkretisierung
- hoher Zeitaufwand für Dokumentationsaufgaben
- zu geringe zeitliche Abschätzung der zugewiesenen Arbeitsaufgaben
- Anzahl der Teilnehmenden ist zu hoch, dadurch steigt Dokumentationsaufwand
- fehlendes Personal, das vertreten werden muss
- fehlende Zeitplanung für Vor- und Nachbereitung der Arbeit / des Unterrichts
- ständige Einarbeitung neuer Beschäftigter „nebenbei“
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- für die Erledigung der Arbeitsaufgaben notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen (z. B. Zeit, Qualifikation, Sachmittel, Informationen)
- zeitlichen Aufwand von Aufgaben, insbesondere bei neuen Aufgaben regelmäßige überprüfen
- Arbeitsmenge in Bezug auf vertraglich vereinbarte Stundenzahl überprüfen
- zeitliche Freiheitsgrade schaffen z. B. durch Aufgabenumverteilung
- Arbeitsprozesse gemeinsam in Teamsitzungen besprechen
- Planungsvorlauf durch rechtzeitige Ankündigungen von Maßnahmen schaffen
- wenn möglich, Mischung aus langfristigen und kurzfristigen Maßnahmen etablieren sowie Maßnahmen aufnehmen, die Planungssicherheit erlauben
- Unterstützung bei der Dokumentation geben z. B. Dokumentationssoftware
- Formulare und Vorlagen zur Verfügung stellen
- feste Raumzuordnung für Lehrpersonal etablieren (Zeitersparnis, da Material nicht transportiert werden muss)
- Wissensmanagement etablieren, um bei Austritt von Personal den nachfolgenden Mitarbeitenden den Einstieg zu erleichtern
- vorausschauende Personalplanung durchführen (rechtzeitige Ausschreibungen und Nachbesetzung)
- Nachwuchs (Azubis, Praktika) fördern
- Personalschlüssel prüfen
- Personalbedarfsanalyse durchführen
- unbefristete Arbeitsverträge etablieren,
- durch gute Arbeitsbedingungen Fluktuation verhindern
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- ggf. Zeitmanagementtrainings anbieten
- Pausenrituale etablieren, Pausen nehmen
Weiterführende Links
- VBG - Homepage - Wie können Pausen und Ruhezeiten gestaltet werden?
- PowerPoint-Präsentation (dguv.de)
- BAuA - Aufsätze - Arbeitsgestaltung bei hoher Arbeitsintensität und Zeit- und Leistungsdruck - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
- BAuA - Psychische Gesundheit - Arbeitsintensität - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- häufige oder langandauernde Unterbrechungen und Störungen der Arbeit
- fehlende Nachvollziehbarkeit der Arbeitsabläufe
Branchenspezifische Konkretisierung
- fehlender Pausenraum oder Büroräume für störungsfreie Vor- und Nachbereitungen und Einzelgespräche mit Teilnehmenden und Kollegen und -Kolleginnen
- häufige Störung des geplanten Arbeitsalltags durch Unvorhergesehenes wie z. B. Interventionen bezüglich Teilnehmenden, Ausfall von Kollegen/Kolleginnen, Aufträge von den Führungskräften
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- störungsfreie Zeiten einrichten (z. B. feste Ansprechzeiten, Anrufbeantworter nutzen, Telefon umstellen, Info an Tür „Bitte nicht stören“)
- Großraumbüros vermeiden
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Ideen der Beschäftigten sammeln, wann und wo Möglichkeiten zum störungsfreien Arbeiten bestehen
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unzureichende Möglichkeiten zum fachlichen Austausch, zur Abstimmung, Zusammenarbeit und Unterstützung (z. B. Einzelarbeitsplatz, bei mobilem Arbeiten, Homeoffice)
Branchenspezifische Konkretisierung
- fehlende Entlastungsmöglichkeiten z. B. durch Intervision, Supervision, Coaching
- nicht eingeplante Zeitpuffer/Übergabezeiten
- Frequenz der Teamsitzungen nicht ausreichend, um regelmäßigen Austausch zu gewährleisten
- keine Überschneidung von Pausenzeiten
- fehlende Räumlichkeiten zum Austausch
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- regelmäßige Gruppen- bzw. Teambesprechungen durchführen (z. B. Ideentreffen oder Dialoge zur sicheren und gesunden beruflichen Bildung nutzen)
- Kommunikationsregeln und -strukturen gemeinsam festlegen
- Prozessstrukturen schaffen, sodass Ansprechpersonen für bestimmte Themen bekannt sind
- Organigramm mit Ansprechpersonen erstellen
- Vertretungspläne schreiben und transparent machen
- monatlicher Newsletter per E-Mail verteilen (Entscheidungen auf allen Ebenen bekanntmachen)
- Möglichkeiten für informellen Austausch schaffen (Kaffeeecken, „offenes Büro“, etc.)
- Informationen für Beschäftigte zugänglich machen z. B. über gemeinsames Laufwerk
- Vorschlagswesen einführen (Briefkasten, Online-Tool, Tafel)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- von eigenen Aufgaben berichten, Unterstützungsbedarf äußern
- Teamtage etablieren, beispielsweise mit der Überschrift „Wie kann gute Zusammenarbeit gelingen?“
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unzureichende Möglichkeiten zum sozialen Austausch
- mangelnde soziale Unterstützung (z. B. fehlende Hilfeleistung, kein Zuspruch)
Branchenspezifische Konkretisierung
- keine zeitlichen Möglichkeiten zum fachlichen/privaten Austausch, da diese nicht eingeplant werden
- fehlende Möglichkeiten, sich auch privat kennenzulernen – keine Teamevents, gemeinsame Kaffeepausen oder fehlender Onboardingprozess
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- regelmäßige Teambesprechungen etablieren und Informationen im Kollegium teilen
- gemeinsam Regeln für Zusammenarbeit aufstellen
- Konfliktmanagement etablieren
- Unternehmungen im Team auch außerhalb der Arbeit fördern (Kaffeerunde, Kommunikationsecken, Stadtlauf, gemeinsames Kochen, etc.)
- Konstruktiven Umgang mit Fehlern etablieren
- Sozialraum bzw. Pausenraum einrichten
- Supervision etablieren
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Austausch und Kontakt suchen mit Kollegium und Führungskräften – individuelle Präferenzen erfragen
- gemeinsame Pausengestaltung etablieren z. B. Frühstücksrunden
- gemeinsame Freizeitaktivitäten wahrnehmen
- Pausen gemeinsam gestalten
- Von eigenen Aufgaben berichten, Unterstützungsbedarf äußern
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- häufige Streitigkeiten, Konflikte, Aggressionen und Gewalt
- destruktives Verhalten (Herabwürdigung, Bloßstellen, Beschimpfen, soziale Ausgrenzung, Diskriminierung, Belästigung)
- Zulassen von destruktivem Verhalten
Branchenspezifische Konkretisierung
- hohe Abgrenzung der verschiedenen Professionen in den multiprofessionellen Teams, Rollen- und Wertekonflikte (Lehrende, Lernbegleitung, Sozialpädagogen, Job Coaches)
- Mobbing am Arbeitsplatz
- fehlende Transparenz von Führungsentscheidungen
- fehlendes Ansprechen von Problemen (stattdessen Aussitzen)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- regelmäßige Teambesprechungen etablieren und Informationen im Kollegium teilen
- gemeinsam Regeln für Zusammenarbeit aufstellen
- Entscheidungen auf allen Ebenen bekanntmachen
- Präventionskonzept zum Thema Gewalt erstellen (inkl. Mobbing)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Austausch und Kontakt suchen mit Kollegium und Führungskräften – individuelle Präferenzen erfragen
- gemeinsame Pausengestaltung etablieren, z. B. Frühstücksrunden
- gemeinsame Freizeitaktivitäten wahrnehmen
- Pausen gemeinsam gestalten
- von eigenen Aufgaben berichten, Unterstützungsbedarf äußern
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unzureichende Möglichkeiten zum sozialen Austausch
- mangelnde soziale Unterstützung (z. B. fehlende Hilfeleistung, kein Zuspruch)
- häufige Streitigkeiten, Konflikte, Aggressionen oder Gewalt
- destruktives Verhalten (Herabwürdigung, Bloßstellen, Beschimpfen, soziale Ausgrenzung, Diskriminierung, Belästigung)
- Zulassen von destruktivem Verhalten
Branchenspezifische Konkretisierung
- erschwerte Ansprechbarkeit oder Verfügbar-keit der Führungskräfte (z. B. in größeren Bildungseinrichtungen mit mehreren Standorten)
- fehlendes Wiedereingliederungsprogramm/-management
- mangelnde Maßnahmen zur Teamentwicklung u. a. wegen zeitlich befristeten Arbeitsverträgen, hoher Fluktuation
- Aussitzen von Problemen, fehlendes Treffen von Entscheidungen
- fehlende Feedback-/Jahresgespräche für Mitarbeitende
- kein Eingehen auf Kritik oder Verbesserungsvorschläge seitens der Führungskräfte oder Leitung
- keine Diskussion bzw. Berücksichtigung zu Vorschlägen für eine bessere Gestaltung der Bildungsangebote
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Führungsleitbild erstellen
- Eignung zur Führung bei Auswahl für die Stelle berücksichtigen (ggf. qualifizieren)
- Zeit einräumen für Themen der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- Verfügbarkeiten der Führungskräfte für inhaltliche Fragestellungen kommunizieren
- regelmäßiges Qualifizierungsangebot für Führungskräfte etablieren
- weniger inhaltliche Arbeit bei Personalverantwortung durchsetzen
- Vorbildfunktion der Führungskraft „gesund arbeiten“ bewusstmachen
- regelmäßige Gespräche für Mitarbeitende anbieten, Feedbackgespräche führen (mindestens einmal jährlich)
- standardisierte Leitfäden für Feedback-/Jahresgespräche mit Mitarbeitenden nutzen
- Wertschätzung zeigen über Geburtstagslisten, Feiern mit Mitarbeitenden, gemeinsame Unternehmungen, regelmäßiges Feedback etc.
- konstruktiven Umgang mit Fehlern etablieren (z. B. Dialoge zur sicheren und gesunden beruflichen Bildung nutzen)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Austausch und Kontakt suchen mit Führungskräften – individuelle Präferenzen erfragen
- regelmäßig und proaktiv, im Sinne der Fürsorgeverantwortung, nach dem Befinden der Beschäftigten fragen (Managing by Walking Around)
- zeitnah Feedback zu aktuellen Themen geben, bei Bedarf auch virtuell ermöglichen
- Austausch und Kontakt suchen mit Kollegium und Führungskräften – individuelle Präferenzen erfragen
- gemeinsame Pausengestaltung etablieren z. B. Frühstücksrunden
- gemeinsame Freizeitaktivitäten wahrnehmen z. B. Sommerfest, Weihnachtsfeier
Weiterführende Links
- Gesund_und_erfolgreich_fuehren.pdf (vbg.de)
- DGUV Information 206-036 „Führung. Führungsleitlinien erstellen und umsetzen“
- DGUV Information 206-034 „Führung – Sicher und gesund durch kulturorientierte Führung"“
- DGUV Information 206-035 „Führung. Mustertagesordnung“
- Kulturdialoge 4239 (dguv.de)
- DGUV Information 206-047 „Betriebsklima“
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- fehlende Rückmeldung und Anerkennung
Branchenspezifische Konkretisierung
- fehlende Möglichkeiten, den Erfolg von Lehreinheiten/Bildungsmaßnahmen einschätzen zu können (fehlendes Feedback seitens der Teilnehmenden und Führungskräfte)
- fehlende Feedback-/Jahresgespräche für Mitarbeitende
- fehlende Feedbackschleifen z. B. in Form von Teamgesprächen, Beschäftigtenbefragungen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- regelmäßige Gespräche für Mitarbeitende anbieten, Feedbackgespräche führen (mindestens einmal jährlich)
- Arbeitgeberleistungen im Baukastenprinzip etablieren (individuelle Zusammenstellung von monetären und nicht monetären Leistungen, wie Job-Ticket, Kantine, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Freizeit)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Qualifizierungsmaßnahme zum Geben und Nehmen von Feedback nutzen
- regelmäßig und proaktiv, im Sinne der Fürsorgeverantwortung, nach dem Befinden der Beschäftigten fragen (Managing by Walking Around)
- zeitnah Feedback zu aktuellen Themen geben, bei Bedarf auch virtuell ermöglichen
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Lärm, ungünstige bzw. störende Hintergrundgeräusche
Branchenspezifische Konkretisierung
- fehlende Schalldämmung
- Lärm erfordert lautes Sprechen (Belastung der Stimme)
- Lärmbelastung z. B. durch Straßenlärm, da sich die Bildungseinrichtung in örtlich ungünstiger Lage befindet
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Arbeitsplätze sicher und gesund gestalten (helle Farben, Pflanzen, Lüftungsanlagen, gemütliche Gestaltung, etc.)
- Wände isolieren und schalldämmend ausführen
- Ruhearbeitsplätze schaffen, Großraumbüros vermeiden
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- ungünstige klimatische Arbeitsumgebung
Branchenspezifische Konkretisierung
- zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in Bildungsräumen/Werkstätten
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Arbeitsplätze sicher und gesund gestalten (helle Farben, Pflanzen, Lüftungsanlagen, gemütliche Gestaltung, etc.)
- mobile Klimageräte und/oder Ventilatoren anschaffen
- kostenloses Wasser zur Verfügung stellen
- individuelle Arbeitszeiten ermöglichen, bspw. Arbeitsbeginn am frühen Morgen
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- unzureichende/ungünstige Beleuchtung
Branchenspezifische Konkretisierung
- unzureichende, nur fest installierte Deckenbeleuchtung in den Räumen
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Arbeitsplätze sicher und gesund gestalten (helle Farben, Pflanzen, Lüftungsanlagen, gemütliche Gestaltung, etc.)
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- Umgang mit gefährlichen biologischen oder chemischen Stoffen
- störende bzw. beeinträchtigende Gerüche
Branchenspezifische Konkretisierung
- mangelhafte Luftqualität in den Bildungsräumen (Möglichkeiten zur Frischluftzufuhr sind unzureichend)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- regelmäßig lüften
- regelbare Klimaanlage vorsehen
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- räumliche Enge, ungünstig bemessene Arbeitsräume und Arbeitsplätze
Branchenspezifische Konkretisierung
- zu kleine Unterrichtsräume oder Werkstätten für die häufig großen Gruppen der Teilnehmenden
- zu wenige Unterrichtsräume oder Werkstätten
- fehlende oder ungünstig eingerichtete Pausen-, Besprechungs- und Büroräume
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Arbeitsplätze sicher und gesund gestalten (helle Farben, Pflanzen, Lüftungsanlagen, gemütliche Gestaltung, etc.)
- ausreichen Platz sicherstellen, Großraumbüros vermeiden
Weiterführende Links
Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- ungünstige ergonomische Gestaltung
Branchenspezifische Konkretisierung
- unergonomische Tische, Stühle, Tafeln in Unterrichtsräumen
- unergonomische Werkbänke
- unergonomische Ausstattung der Büroarbeitsplätze
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- ergonomische Arbeitsplätze (Tische, Stühle, etc.) schaffen
Weiterführende Links
Branchenspezifische Konkretisierung
- mangelhafte Möglichkeiten, einen Notruf abzusetzen (Fehlen eines Notfallknopfs) oder keine Ausstattung der Beschäftigten mit Diensthandys
- mangelhafte Ausstattung hinsichtlich von Notfallorganisation (Erste Hilfe, Flucht- und Rettungswege)
- unzureichende Gestaltung von Maschinen und Geräten – keine eineindeutigen Signale
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- technisch/organisatorische Notfallorganisation etablieren
- Maschinen und Geräten zur einfachen Bedienung eineindeutige gestalten
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhaltensprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Ideen zur Arbeitsplatzgestaltung einbringen
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Branchenspezifische Konkretisierung
- fehlende Arbeitsmittel für den Transport und Arbeiten mit schweren Lasten (z. B. in Werkstätten)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- Tragehilfe, Transportunterstützungen etc. anschaffen
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Bedingungen, unter denen von einer Gefährdung durch psychische Belastung auszugehen ist (nach GDA-Leitlinie)
- ungeeignete, fehlende Arbeitsmittel
- mangelhaft gestaltete Arbeitsmittel (z. B. Werkzeuge, Maschinen, PC-Hard- und Software)
- eingeschränkte Verständlichkeit und Bedienbarkeit der Arbeitsmittel und der Schutzeinrichtungen
- unzureichende Gestaltung von Signalen und Hinweisen
- unzureichende Gestaltung der Mensch-Maschine-Interaktion (einschließlich Interaktionen mit Robotern, KI, Datenbrillen, Exoskeletten u. Ä.)
- ungünstige Belastung, die durch die Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) neu entsteht
Branchenspezifische Konkretisierung
- fehlende oder veraltete Arbeits-, Lehr- und Lernmittel (u. a. IT – Hardware und Software, Kopierer, Ausstattung von Fachräumen, Maschinen in Werkstätten, Präsentations- und Moderationsmittel)
- nicht zu den Lehrinhalten passende Lehr- und Lernmittel
- nicht passende oder fehlende persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Branchenspezifische Maßnahmenvorschläge - Verhältnisprävention (Gestaltungsanforderungen)
- neue, ausreichende Arbeitsmittel beschaffen (Methodenkoffer, Flipchart, Drucker, etc.)
- Prozess zur Beschaffung und regelmäßigen Prüfung der Arbeits-, Lehr- und Lernmittel etablieren
- Software aktualisieren
- Technik auf Stand bringen
- persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, die sicher vor den Gefährdungen des Arbeitsplatzes schützt und den Benutzer nicht unnötig beeinträchtigt